Die Pflege des Daches umfasst weit mehr als nur das Entfernen von Moos auf den Ziegeln. Ein oft vernachlässigter, aber kritischer Aspekt ist der Schutz der hölzernen Bauteile, wie Dachüberstände, Gesimse und Sparrenköpfe. In diesem Artikel beleuchten wir das Thema Dachreinigung: Holzschutzmaßnahmen und erklären, wie Sie Schäden am Holz während und nach der Reinigung vermeiden.
Warum ist Holzschutz bei der Dachreinigung so wichtig?
Holz ist ein organisches Material, das empfindlich auf Feuchtigkeit und aggressive Chemikalien reagiert. Bei einer Standard-Dachreinigung kommen oft Hochdruckreiniger und chemische Reinigungsmittel zum Einsatz, um Algen und Flechten zu beseitigen. Ohne adäquate Vorkehrungen kann dies fatale Folgen für das Holz haben:
- Feuchtigkeitsschäden: Dringt Wasser mit hohem Druck in die Holzfasern ein, kann dies zu Fäulnis und Schwammbildung führen.
- Chemische Reaktionen: Reinigungsmittel, die für Dachziegel entwickelt wurden, können Holzverfärbungen verursachen oder bestehende Schutzlasuren angreifen.
- Auswaschung: Der Schutzfilm (Lasur oder Öl) kann durch unsachgemäße Reinigung "weggestrahlt" werden.
Daher ist das Thema Dachreinigung: Holzschutzmaßnahmen untrennbar mit einer professionellen Gebäudepflege verbunden.
Vorbereitung: Der erste Schritt zum Schutz
Bevor der erste Wassertropfen das Dach berührt, müssen Schutzvorkehrungen getroffen werden. Eine gründliche Inspektion ist unerlässlich. Prüfen Sie, ob der bestehende Anstrich am Dachkasten noch intakt ist. Rissiges Holz saugt Wasser auf wie ein Schwamm.
Abdecken und Abkleben
Die effektivste Methode im Rahmen der Dachreinigung: Holzschutzmaßnahmen ist die physische Barriere. Empfindliche Holzteile sollten, sofern möglich, mit Folie abgedeckt werden, besonders wenn aggressive Algizide gesprüht werden. Dies verhindert direkten Kontakt mit der Chemie.
Schonende Reinigungsverfahren für Holzteile
Sollten die Holzelemente selbst verschmutzt sein (z.B. durch Grünbelag am Dachüberstand), ist Vorsicht geboten. Der Einsatz eines Hochdruckreinigers sollte hier nur mit stark reduziertem Druck und großem Abstand erfolgen. Besser ist oft die manuelle Reinigung mit einer Bürste und speziellen Holzreinigungsmitteln.
Tipp: Verwenden Sie niemals die Dreckfräse (Rotierdüse) auf Holzoberflächen. Sie zerstört die Faserstruktur und öffnet das Holz für Schädlinge und Wasser.
Nachsorge: Imprägnierung und Lasur
Nach der Reinigung der Dachfläche und der Holzteile ist vor dem Schutz. Sobald das Holz vollständig getrocknet ist, ist der perfekte Zeitpunkt für neue Schutzanstriche. Eine effektive Dachreinigung: Holzschutzmaßnahmen endet immer mit der Erneuerung der Schutzschicht.
- Grundierung: Bei rohem oder stark verwittertem Holz ist eine Grundierung gegen Bläue und Fäulnis ratsam.
- Lasur oder Öl: Eine offenporige Lasur lässt das Holz atmen und schützt gleichzeitig vor UV-Strahlung und Nässe.
- Wachs: Für Dachunterstände kann auch Wachs eine Option sein, um Wasser abperlen zu lassen.
Fazit: Ganzheitliche Pflege lohnt sich
Wer das Thema Dachreinigung: Holzschutzmaßnahmen ernst nimmt, spart langfristig hohe Kosten für Sanierungen. Ein sauberes Dach mit gepflegtem, geschütztem Holzrahmen wertet nicht nur die Optik auf, sondern erhält die Bausubstanz über Jahrzehnte. Achten Sie bei der Beauftragung von Fachfirmen darauf, dass diese den Holzschutz explizit in ihrem Leistungskatalog berücksichtigen.