Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) sind unverzichtbare Bestandteile des vorbeugenden Brandschutzes. Sie sorgen dafür, dass im Brandfall giftige Rauchgase und Hitze aus dem Gebäude entweichen können, um Fluchtwege rauchfrei zu halten. Doch oft wird vergessen, dass eine Dachreinigung: Rauchabzugsanlagen nicht nur optisch aufwertet, sondern für die Funktionsfähigkeit essenziell ist.
Warum die Reinigung von RWA lebenswichtig ist
Rauchabzugsanlagen befinden sich meist auf dem höchsten Punkt des Daches, oft in Form von Lichtkuppeln oder Klappfenstern. Dort sind sie der Witterung schutzlos ausgeliefert. Im Laufe der Zeit sammeln sich Verschmutzungen an, die fatale Folgen haben können:
- Mechanische Blockaden: Moos, Laub und Äste können die Öffnungsmechanik verstopfen. Im Ernstfall öffnet sich die Anlage nicht oder nicht vollständig.
- Korrosion: Vogelkot und saurer Regen greifen Dichtungen und Metallteile an.
- Sensorstörungen: Verschmutzte Sensoren reagieren möglicherweise nicht mehr korrekt auf Rauch oder Hitze.
Eine regelmäßige Dachreinigung: Rauchabzugsanlagen stellt sicher, dass diese lebensrettenden Systeme jederzeit einsatzbereit sind.
Häufige Verschmutzungsarten auf dem Dach
Bei der Inspektion von Flachdächern und RWA-Anlagen stoßen Experten immer wieder auf typische Probleme:
- Moos- und Algenbewuchs: Besonders an den Rändern der Lichtkuppeln setzt sich Feuchtigkeit fest, die den Bewuchs fördert.
- Umweltstaub und Ruß: In Industriegebieten lagern sich Schichten ab, die die Lichtdurchlässigkeit mindern und Gelenke verkleben.
- Laubansammlungen: Besonders im Herbst können verstopfte Abläufe rund um die RWA zu Stauwasser führen, was in die Elektrik eindringen kann.
Gesetzliche Vorschriften und Normen
In Deutschland ist die Wartung von RWA streng geregelt (z.B. DIN 18232). Betreiber von Gebäuden sind verpflichtet, die Funktionsfähigkeit der Anlagen dauerhaft zu gewährleisten. Dazu gehört explizit auch die Beseitigung von Verschmutzungen, die die Funktion beeinträchtigen könnten. Eine vernachlässigte Dachreinigung: Rauchabzugsanlagen kann im Schadensfall zum Verlust des Versicherungsschutzes und zu haftungsrechtlichen Konsequenzen führen.
Der Ablauf einer professionellen RWA-Reinigung
Die Reinigung dieser sensiblen Anlagen erfordert Fachwissen. Es darf keinesfalls einfach mit einem Hochdruckreiniger auf die empfindliche Mechanik gehalten werden.
- Sichtprüfung: Vor der Reinigung wird der Zustand der Kuppeln, Dichtungen und Öffneraggregate geprüft.
- Manuelle Vorreinigung: Grober Schmutz, Laub und Äste werden vorsichtig entfernt.
- Schonende Intensivreinigung: Mit speziellen, materialverträglichen Reinigungsmitteln werden die Oberflächen von Ruß und Algen befreit. Dabei achten Profis darauf, dass kein Wasser in die Öffnungsmechanik oder die Steuerelektronik gelangt.
- Funktionstest: Nach der Reinigung sollte idealerweise ein Wartungstechniker die Funktion überprüfen.
Wichtig: RWA-Anlagen stehen oft unter hoher Federspannung oder laufen mit CO2-Druckgas. Unsachgemäße Handhabung während der Reinigung kann zu schweren Verletzungen führen oder die Anlage versehentlich auslösen.
Werterhalt durch Pflege
Neben der Sicherheit spielt der Werterhalt eine große Rolle. Lichtkuppeln aus Acrylglas oder Polycarbonat werden durch aggressive Ablagerungen spröde und "blind". Durch eine fachgerechte Dachreinigung: Rauchabzugsanlagen verlängern Sie die Lebensdauer der teuren Bauteile erheblich und sorgen gleichzeitig für mehr Tageslicht im Gebäudeinneren.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Sauberkeit auf dem Dach ist kein ästhetischer Luxus, sondern eine Notwendigkeit für den Brandschutz. Integrieren Sie die RWA-Pflege fest in Ihr Instandhaltungskonzept.